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	<title>Sie waren Nachbarn</title>
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		<title>Nur Zusehen reicht nicht</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 13:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 18. Oktober bis 9. November 2013 finden in Moabit Aktionstage statt. Drei Wochen lang wird öffentlich an die Deportationen von Juden in die Konzentrationslager erinnert. Künstlerinnen und Künstler zeigen teilweise extra dafür produzierte Bilder und Installationen, Musik-, Theater- und Performancegruppen treten auf, Schriftsteller lesen aus ihren Werken, es gibt speziell zu dieser Kampagne entworfene<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1328">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	Vom 18. Oktober bis 9. November 2013 finden in Moabit Aktionstage statt. Drei Wochen lang wird öffentlich an die Deportationen von Juden in die Konzentrationslager erinnert. Künstlerinnen und Künstler zeigen teilweise extra dafür produzierte Bilder und Installationen, Musik-, Theater- und Performancegruppen treten auf, Schriftsteller lesen aus ihren Werken, es gibt speziell zu dieser Kampagne entworfene Plakate und andere Veröffentlichungen.<img title="Weiterlesen …" alt="" src="http://moabit.net/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /><br />
Während dieser Tage wird daran erinnert, dass mehr als die Hälfte der Berliner Jüdinnen und Juden vom Güterbahnhof Moabit aus deportiert wurden. Vorher wurden die meisten von ihnen in einem langen Marsch von der Sammelstelle in der Synagoge Levetzowstraße bis zum Bahnhof in der Quitzowstraße getrieben. Zwei Kilometer weit, vor aller Augen, über die größten Straßen quer durch Moabit.</p>
<p>Die Initiative &#0187;Sie waren Nachbarn&#0171;, welche die Aktionstage organisiert, möchte während dieser Wochen den gesamten Weg durch den Stadtteil kenntlich machen. Alle sollen sehen, wo mehrere zehntausend Menschen ihren letzten Weg begannen. Ziel ist es, eine dauerhafte Kennzeichnung dieser Strecke zu erreichen, um sie im Bewusstsein zu halten.<br />
Derzeit besteht die Initiative nur aus wenigen Personen. Um die Kampagne mit den Aktionstagen organisieren zu können, benötigen wir tatkräftige Unterstützung. Deshalb erfolgt unser Aufruf, sich an der Vorbereitung der Aktionstage zu beteiligen. Gesucht werden Menschen, die sich vorstellen können, sich praktisch zu engagieren. Notwendig ist nicht fundiertes Expertenwissen, sondern das Interesse, sich einige Monate lang dafür einzusetzen, dass das Leid und die heimtückische Ermordung von so vielen Menschen und die Grausamkeit der Täter nicht in Vergessenheit gerät.<br />
Wenn du gerne bei der Kampagne mitmachen möchtest, melde dich bei uns!</p>
<p>Kontakt: <a href="mailto:mail@sie-waren-nachbarn.de">mail@sie-waren-nachbarn.de</a><br />
<a href="http://www.ihr-letzter-weg.de" target="_blank">www.ihr-letzter-weg.de</a></p>
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		<title>Weitere neun Stolpersteine</title>
		<link>http://sie-waren-nachbarn.de/1316</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 13:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedenken]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittag des 30. März sind in Moabit eine Reihe neuer Stolpersteine verlegt worden. Sechs der Gedenktafeln wurden vor dem Haus Jagowstraße 44 in den Gehweg eingelassen, ein weiterer vor Alt-Moabit 85 sowie zwei vor der Thomasiusstraße 24. Damit erinnern allein in Moabit mindestens 206 Stolpersteine an die Deportationen von Juden während der Nazizeit. Die<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1316">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1318" alt="31_verlegung" src="http://sie-waren-nachbarn.de/wp-content/uploads/2013/03/31_verlegung.jpg" width="620" height="383" /></p>
<p>Am Mittag des 30. März sind in Moabit eine Reihe neuer Stolpersteine verlegt worden. Sechs der Gedenktafeln wurden vor dem Haus Jagowstraße 44 in den Gehweg eingelassen, ein weiterer vor Alt-Moabit 85 sowie zwei vor der Thomasiusstraße 24.<br />
Damit erinnern allein in Moabit mindestens 206 Stolpersteine an die Deportationen von Juden während der Nazizeit.<br />
Die Mieterinnen und Mieter, die die Verlegung in der Jagowstraße initiiert haben, wurden durch unsere Liste der Moabiter Deportierten darauf aufmerksam, dass auch in ihrem Haus Juden gelebt haben, die während der Nazidiktatur ermordet wurden. Ein dort geplanter siebter Stolperstein wird an einer anderen Adresse eingelassen.</p>
<p><a href="/283">Die aktuelle Liste der Stolpersteine in Moabit</a></p>
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		<title>Stolpersteine aktualisiert</title>
		<link>http://sie-waren-nachbarn.de/1293</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 22:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Initiative]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Liste der Stolpersteine in Moabit wurde jetzt aktualisiert. Rund 100 weitere Namen kamen dazu, die wurden aber nicht neu verlegt, sondern waren bisher nicht bei uns erfasst. Aktuell sind in unserem Stadtteil 198 verlegte Erinnerungssteine bekannt. Außerdem wurden knapp 70 Namen mit Biografien verlinkt. In diesem Jahr sind eine Reihe weiterer Verlegungen geplant. Zur<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1293">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1294" alt="Stolpersteine" src="http://sie-waren-nachbarn.de/wp-content/uploads/2013/03/22_stolpersteine.jpg" width="620" height="224" /></p>
<p>Die Liste der Stolpersteine in Moabit wurde jetzt aktualisiert. Rund 100 weitere Namen kamen dazu, die wurden aber nicht neu verlegt, sondern waren bisher nicht bei uns erfasst. Aktuell sind in unserem Stadtteil 198 verlegte Erinnerungssteine bekannt. Außerdem wurden knapp 70 Namen mit Biografien verlinkt. In diesem Jahr sind eine Reihe weiterer Verlegungen geplant.<span id="more-1293"></span></p>
<p><a href="283"><strong>Zur Liste der Moabiter Stolpersteine</strong></a></p>
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		<title>Erfolgreiche Veranstaltung</title>
		<link>http://sie-waren-nachbarn.de/1193</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 04:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Initiative]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Die Deportationsrampe Quitzowstraße&#0171; hieß unsere Info-Veranstaltung, die am 31. Januar in der Turmstraße stattfand. Die Kunststätte Dorothea war mit 60 bis 70 Leuten bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einer kurzen Vorstellung unserer Initiative und der geplanten Kampagne &#0187;Ihr letzter Weg&#0171; spielte die Gruppe KlezMärchen zum Einstimmen ein jüdisches Volkslied. Danach wurde es ernst.<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1193">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img class="aligncenter size-full wp-image-1194" alt="02_klezmaerchen" src="http://sie-waren-nachbarn.de/wp-content/uploads/2013/02/02_klezmaerchen.jpg" width="620" height="293" /></p>
<p>&#0187;Die Deportationsrampe Quitzowstraße&#0171; hieß unsere Info-Veranstaltung, die am 31. Januar in der Turmstraße stattfand. Die Kunststätte Dorothea war mit 60 bis 70 Leuten bis auf den letzten Platz gefüllt.<br />
Nach einer kurzen Vorstellung unserer Initiative und der geplanten Kampagne &#0187;Ihr letzter Weg&#0171; spielte die Gruppe KlezMärchen zum Einstimmen ein jüdisches Volkslied. Danach wurde es ernst.<br />
Andreas Szagun, ehemaliger Eisenbahner, hatte einen Vortrag vorbereitet zum Thema Deportationen vom Güterbahnhof Moabit. Und obwohl er teilweise sehr ins Detail ging, war die rund 3/4 Stunde nie langweilig. Er erzählte von der Bedeutung der Bahnlinien in Moabit seit dem 19. Jahrhundert, vor allem für das Militär, zeigte anhand von vielen Bildern die historische Gleisführung auf, um dann zu erläutern, wieso die Deportationen genau von diesem Ort durchgeführt wurden. Wir lernten einiges über die Beschaffenheit des Bahnhofs während der Nazizeit und er konnte auch belegen, dass diese Deportationen vor aller Augen der Moabiter Bevölkerung statfanden.<br />
Szagun erklärte informativ die Organisation der Bahn in Hinblick auf die Züge in die KZs und das Zusammenspiel der Reichsbahn mit den verschiedenen Behörden, um möglichst reibungslose Judentransporte zu gewährleisten. Die Opfer waren nichts als Beförderungseinheiten, deren Transporte wie die von Stückgut geplant wurden.<br />
Nach seinem Vortrag wurden noch Fragen beantwortet, bis schließlich KlezMärchen den Abend beendete. Das dauerte jedoch noch etwas, weil die sieben Musiker eine so fröhliche Musik machten, dass eigentlich niemand gehen wollte.</p>
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		<title>Gertrude Heymann</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 03:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schicksale]]></category>

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		<description><![CDATA[Gertrude Heymann, geborene Sternberg, geboren 24.10.1887, gestorben 03.02.1943 (aufgezeichnet nach den Erinnerungen ihres angeheirateten Neffen Horst P. Eisfelder) Gertrude Heymann (in der Familie Trude genannt) heiratete Alfred Eisfelder, einen Linguistikexperten, mit dem sie zwei Söhne – Günter und Ferdinand – hatte. Die Ehe wurde Mitte der 20er Jahre geschieden. Sie wohnte mit ihren Söhnen bis<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1179">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	Gertrude Heymann, geborene Sternberg, geboren 24.10.1887, gestorben 03.02.1943<br />
(aufgezeichnet nach den Erinnerungen ihres angeheirateten Neffen Horst P. Eisfelder)</p>
<p>Gertrude Heymann (in der Familie Trude genannt) heiratete Alfred Eisfelder, einen Linguistikexperten, mit dem sie zwei Söhne – Günter und Ferdinand – hatte. Die Ehe wurde Mitte der 20er Jahre geschieden. Sie wohnte mit ihren Söhnen bis zu deren Emigration viele Jahre in der Wilsnacker Straße 52. Ihr zweiter Mann, Fritz Heymann, den sie 1937 oder 38 heiratete, wohnte ebenfalls dort.<br />
Gertrude Heymann war Sozialarbeiterin und politisch sehr engagiert. Sie kandidierte bei den Reichstagswahlen 1932. Ihre Partei (welche, ist noch ungeklärt) erhielt nicht genügend Stimmen, so dass aus den Plänen nichts wurde.<br />
Die Gefahr, die von den Nationalsozialisten für die jüdische Bevölkerung ausging, erkannte sie sehr früh. Sie bemühte sich deshalb seit Ende 1933 darum, ihren beiden Söhnen das Verlassen Europas zu ermöglichen. Günter Eisfelder ging 1934 nach Brasilien und arbeitete dort als Kellner. 1936 erreichte Gertrude Heymann, dass eine Familie in den USA sich bereit erklärte, Ferdinand aufzunehmen. Er gab deshalb seine Lehrstelle auf und bereitete sich auf die Ausreise vor. Es stellte sich dann aber heraus, dass ein Mitglied des zuständigen Komitees seinen Sohn an der Stelle von Ferdinand nach Amerika geschickt hatte. Dieser erhielt eine andere Lehrstelle in Berlin als Schriftsetzer im Druckereigewerbe und besuchte einmal wöchentlich die Berufsschule am Barbarossaplatz. An diesem Abend nahm er am Abendessen der Familie seiner Tante – Leopold Ludwig (Louis) und Hedwig Eisfelder und deren Söhne  Erwin und Horst P. Eisfelder – teil, die in der Freisinger Straße 4 wohnten.<br />
Diese Familie emigrierte am 26. Oktober 1938 nach Shanghai, nachdem alle anderen Pläne einer Ausreise nach den USA, nach Argentinien, Cost Rica  und Australien fehlgeschlagen waren. Später stießen die Schwester von Hedwig Eisfelder, Bertha Mendel mit ihrem Mann Emil sowie Ferdinand Eisfelder in Shanghai zu ihnen. Sie teilten sich die Wohnung, die über einem Geschäftsraum im Erdgeschoss und einer Backstube im ersten Stock gelegen und für die sechs dort wohnenden Personen sehr beengt war. Ferdinand wohnte in der Nähe in einem kleinen Mehrbettzimmer. In den Geschäftsräumen eröffneten die Familien am 11. Februar 1939 das Café Louis, das erstklassige Kuchen auf kontinentale Art, handgemachte Schokoladen und deftige Mittag- und Abendessen anbot.<br />
Gertrude Heymann versuchte nicht, zu emigrieren, weil sie der Überzeugung war, dass politisch engagierte Personen wie sie selbst  nach dem Naziwahn für den Wiederaufbau Deutschlands notwendig sein würden. So blieb sie &#0187;auf  ihrem Posten&#0171;, bis es zu spät war.<br />
Um 1941 herum wurde sie mit ihrem zweiten Mann Fritz Heymann von Trude Blankenstein in der damaligen Franseckystraße 35 – heute Sredzkistraße – im Prenzlauer Berg versteckt. Sie machte sich keine Illusionen über ihr wahrscheinliches Schicksal und schrieb am 9. September 1942 an ihren Sohn Ferdinand einen langen Abschiedsbrief, den er erst einige Jahre nach dem Krieg erhielt. Obwohl sie untergetaucht war, ging sie  weiter in Berlin spazieren und besuchte auch Kaffeehäuser. Dort wurde sie im Februar 1943 erkannt und verraten. Sie wurde verhaftet und weigerte sich, Auskunft über ihr Versteck zu geben. Dann wurde sie buchstäblich tot geschlagen. Es ist dokumentiert, dass sie am 3. Februar 1943 tot in Auschwitz ankam.<br />
Ihr älterer Sohn Günter, der nie verheiratet war, überlebte in bescheidenen Verhältnissen. Er wechselte seinen Wohnsitz mehrfach zwischen Brasilien, Portugal und Deutschland und starb im Alter von 81 Jahren in Berlin.<br />
Der jüngere Sohn Ferdinand (später Fred Fields) führte eine erfolgreiche internationale Anzeigen-Agentur in New York und erhielt im Mai 1990 für seine Verdienste um die Förderung des Handels zwischen den USA und Deutschland das Bundesverdienstkreuz am Bande. Er starb im Alter von 84 Jahren in Florida. Seine Witwe Yvette lebt heute 87-jährig in USA und steht weiter in Kontakt mit Horst Eisfelder. Yvette und Fred hatten zwei Söhne und eine Tochter. Der Sohn Peter ist Arzt in Kalifornien, die Tochter Barbara hat eine hohe Position in der Obama-Administration. Sie ist verantwortlich für die städtische Erneuerung von Slums (the urban renewal of slums) in den fünf Neu-England-Staaten.<br />
Horst P. Eisfelder blieb bis Mai 1947 in China, von wo aus ihm die Ausreise nach Australien gelang. Dort baute er sich eine neue Existenz auf. Seine Erlebnisse im Shanghaier Exil hat er niedergeschrieben. &#0187;Chinese Exile. My years in Shanghai and Nanking&#0171;, Victoria 2003 in Deutsch &#0187;Exil in China&#0171; 2009 kitab-Verlag Klagenfurt &#8211; Wien.</p>
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		<title>Veranstaltung zur Deportationsrampe Quitzowstraße</title>
		<link>http://sie-waren-nachbarn.de/1165</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 17:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Initiative]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten Berliner Juden wurden nicht vom Bahnhof Grunewald deportiert, sondern von den Militärgleisen des Güterbahnhofs Moabit. Wo diese genau lagen, erklärt Andreas Szagun am 31. Januar mit einem Bildervortrag. Begleitend gibt es Live-Musik mit der Gruppe &#0187;Klezmerchen&#0171; Donnerstag 31.1.2013, 19.30 Uhr Kunststätte Dorothea, Dorotheenstädtische Buchhandlung Turmstr. 5 / Eingang Pritzwalker Str. Veranstalter: Initiative &#0187;Sie<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1165">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die meisten Berliner Juden wurden nicht vom Bahnhof Grunewald deportiert, sondern von den Militärgleisen des Güterbahnhofs Moabit. Wo diese genau lagen, erklärt Andreas Szagun am 31. Januar mit einem Bildervortrag.<br />
Begleitend gibt es Live-Musik mit der Gruppe &#0187;Klezmerchen&#0171;</p>
<p>Donnerstag 31.1.2013, 19.30 Uhr<br />
Kunststätte Dorothea, Dorotheenstädtische Buchhandlung Turmstr. 5 / Eingang Pritzwalker Str.<br />
Veranstalter: Initiative &#0187;Sie waren Nachbarn&#0171;<br />
Eintritt frei / Spenden erbeten</p>
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		<title>Spenden zur Kampagne 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 00:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Z]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sie-waren-nachbarn.de/?p=1152</guid>
		<description><![CDATA[Hier eine Auflistung der Spenden aud Ausgaben zur ersten Kampagne vom Herbst 2011 bis 2012. Spenden kamen von: 10,00 EUR von Moser und Moser 50,00 EUR von W.R. 50,00 EUR von Mechthild Merfeld 200,00 EUR von der JAFA Stiftung Jung &#38; Alt &#8211; Fordern &#38; Achten 25,00 EUR von Alexander Kupsch 50,00 EUR von Anja<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1152">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	Hier eine Auflistung der Spenden aud Ausgaben zur ersten Kampagne vom Herbst 2011 bis 2012.</p>
<p>Spenden kamen von:</p>
<ul>
<li>10,00 EUR von Moser und Moser</li>
<li>50,00 EUR von W.R.</li>
<li>50,00 EUR von Mechthild Merfeld</li>
<li>200,00 EUR von der JAFA Stiftung Jung &amp; Alt &#8211; Fordern &amp; Achten</li>
<li>25,00 EUR von Alexander Kupsch</li>
<li>50,00 EUR von Anja Schillhaneck, stv. Vorsitzende der Abgeordnetenhaus-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen</li>
<li>50,00 EUR von M.W.</li>
<li>10,00 EUR von S.M.</li>
<li>100,00 EUR von Jörn Jensen, Bürgermeister von Tiergarten a.D.</li>
<li>15,00 EUR von Bianka Spieß</li>
<li>40,00 EUR von C.B.</li>
<li>50,00 EUR von Susanne T.</li>
<li>10,00 EUR von Michael A.</li>
<li>20,00 EUR von Marius L.</li>
<li>50,00 EUR von Monika und Klaus W.</li>
<li>30,00 EUR von Robert Arhaus</li>
<li>50,00 EUR von Angelika A.</li>
<li>5,00 EUR von Philipp S.</li>
<li>100,00 EUR von Anonym</li>
<li><strong>915 EUR Gesamt</strong></li>
</ul>
<p>Ausgaben:</p>
<ul>
<li>50,00 EUR Verteilung</li>
<li>156,50 EUR Druck Plakate</li>
<li>26,00 EUR Verteilung</li>
<li>65,00 EUR Plakate</li>
<li>130,00 EUR Plakate</li>
<li>25,00 EUR Arbeiten</li>
<li>25,00 EUR Material</li>
<li>35,00 EUR Verteilung</li>
<li>193,00 EUR: Druck Plakate</li>
<li>124,00 EUR: Material für Rahmen</li>
<li>22,00 EUR: Material für Installation</li>
<li>20,00 EUR: Kauf Ausweis von 1944 für Layout</li>
<li>100,00 EUR: Gedenkbuch Berlin der NS-Opfer</li>
<li>28,00 EUR: Kopierkosten ZLB</li>
<li>34,00 EUR: Porto</li>
<li>244,00 EUR: Einzelausgaben (Kopien, Briefe, Kleinmaterial usw.). Wird ständig aktualisiert</li>
<li><strong>1.277,50 EUR Gesamt</strong></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedenkveranstaltung in Mitte</title>
		<link>http://sie-waren-nachbarn.de/1117</link>
		<comments>http://sie-waren-nachbarn.de/1117#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 20:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Initiative]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des Gedenkens an den Jahrestag der Pogromnacht von 1938 fand heute Abend im Rathaus Tiergarten eine offizielle Veranstaltung statt. Der Bürgermeister von Mitte erinnerte an die Entrechtung der Juden in den 30er Jahren, lange bevor der Holocaust begann. Er zog auch eine Linie zum Angriff auf den Rabbiner in Friedenau vor einigen Monaten und<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1117">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img class="aligncenter size-full wp-image-1120" title="Gedenken" src="http://sie-waren-nachbarn.de/wp-content/uploads/2012/11/09_gedenken.jpg" alt="" width="620" height="235" /></p>
<p>Anlässlich des Gedenkens an den Jahrestag der Pogromnacht von 1938 fand heute Abend im Rathaus Tiergarten eine offizielle Veranstaltung statt. Der Bürgermeister von Mitte erinnerte an die Entrechtung der Juden in den 30er Jahren, lange bevor der Holocaust begann. Er zog auch eine Linie zum Angriff auf den Rabbiner in Friedenau vor einigen Monaten und zu den Morden der Zwickauer Neonazizelle.<br />
Danach entschuldigte er sich deutlich für die <a title="Bezirksamt zerstört Ausstellung vor dem Rathaus [Update]" href="http://sie-waren-nachbarn.de/1078">Räumung unseres Schaukastens</a> vor dem Rathaus und übergab dann am Mechthild Merfeld von unserer Initiative.<br />
Sie stellte die Initiative vor, weshalb es sie gibt, was wir bisher getan und was wir noch geplant haben. Diesen Redebeitrag <a title="Beitrag von Mechthild Merfeld" href="http://sie-waren-nachbarn.de/1114">können Sie hier lesen</a>.<br />
Im Anschluss gab es eine Schweigeminute am Gedenkort des Rathauses im Foyer.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Redebeitrag von Mechthild Merfeld</title>
		<link>http://sie-waren-nachbarn.de/1114</link>
		<comments>http://sie-waren-nachbarn.de/1114#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Nov 2012 20:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Z]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sie-waren-nachbarn.de/?p=1114</guid>
		<description><![CDATA[Zur Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht im Rathaus Tiergarten am 9. November 2012 &#0187;Sie waren Nachbarn&#0171;. Was will die Initiative? Sie will die Erinnerung an die Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 40er Jahre im Berliner Stadtteil Moabit lebenden Jüdinnen und Juden wachhalten, an ihr Schicksal und an das Verhalten der Mehrheit ihrer Nachbarn.<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1114">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	<strong>Zur Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht im Rathaus Tiergarten am 9. November 2012</strong></p>
<p>&#0187;Sie waren Nachbarn&#0171;. Was will die Initiative?<br />
Sie will die Erinnerung an die Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 40er Jahre im Berliner Stadtteil Moabit lebenden Jüdinnen und Juden wachhalten, an ihr Schicksal und an das Verhalten der Mehrheit ihrer Nachbarn.<br />
Sie will daran erinnern, dass von der  zur &#0187;Sammelstelle&#0171; pervertierten Synagoge in der Levetzowstraße aus mehr als 30.000 Jüdinnen und Juden zum damaligen Güterbahnhof Moabit getrieben und von dort in Ghettos und  Vernichtungslager deportiert wurden.<br />
Sie will mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass Minderheiten heute nicht diskriminiert werden, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil sicher nicht konfliktfrei aber friedlich zusammenleben, dass sich nie wieder wiederholt, was im sog. Dritten Reich in Deutschland und durch Deutschland geschehen ist.<br />
Sie will, dass die Verantwortung dafür von allen Generationen übernommen wird – auch von den  jungen Menschen, für die diese Geschichte sehr weit zurückliegt.</p>
<p>Wer ist die Initiative?<br />
Wenige in Moabit lebende Menschen unterschiedlichen Alters, die sich für diese Ziele gemeinsam und ehrenamtlich einsetzen. Es gibt keinen Verein, keine Satzung, keine Grundsatzerklärungen.</p>
<p>Was hat die Initiative bisher unternommen?<br />
Die Initiative &#0187;Sie waren Nachbarn&#0171; begann im Herbst 2010 mit der Recherche der Daten der in Moabit wohnenden und von hier deportierten Jüdinnen und Juden.</p>
<p>Der nächste Schritt war die Einrichtung der Website &#0187;sie-waren-nachbarn.de&#0171; mit inzwischen breit gefächerten Informationen über die Geschichte der Verfolgung, über die Opfer, die Orte und die Aktivitäten  der Initiative.</p>
<p>Am 18. Oktober 2011 fand vor dem ehemaligen Hertie-Kaufhaus in der Turmstraße die erste öffentliche Veranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestags der ersten Deportation  von Juden aus Berlin unter Mitwirkung des Rabbiners und Direktors der Topografie des Terrors, Andreas Nachama, statt. An diesem Tag wurden dort die Listen der in den 40er Jahren in Moabit lebenden und von dort aus deportierten Juden sowie 10 Plakate ausgehängt. Diese wurden anschließend in Läden, Büros, Praxen und Restaurants im Stadtteil verteilt. Es wurden mehrere hundert Exemplare abgenommen, aber leider nicht alle nach außen sichtbar aufgehängt, was eigentlich beabsichtigt war.</p>
<p>Es gab viele positive Reaktionen auf diese Aktivitäten, Anfragen, Spenden (weniger reichlich) und Folgeaktionen, wie eine Ausstellung in der Menzel-Schule auf Initiative der Gesamtschülervertretung und eine spätere im Kleist-Gymnasium. Allerdings auch Schmierereien am Schaufenster von Hertie, die regelmäßig von der Initiative entfernt wurden. Wegen der Baustellenbedingungen wurden auch die Listen mehrfach erneuert; im Internet werden sie ohnehin immer wieder aktualisiert.</p>
<p>Ursprünglich waren der Aushang und die Plakataktion bis Ende 2011 geplant. Wegen der großen Resonanz wurden sie über das Jahresende hinaus verlängert. Während einige bisherige Mitwirkende ausschieden, kamen neue Mitglieder zur Initiative hinzu, die beschlossen, sich als nächstes um vertiefte Informationen über Einzelschicksale von ins Exil getriebenen und ermordeten Juden zu bemühen. Das stellte sich als sehr schwierig und zeitaufwändig heraus und bleibt eine noch kaum gelöste Aufgabe. Außerdem sollten die Pläne vorangetrieben werden, ein würdiges Mahnmal am ehemaligen Güterbahnhof Moabit an der Quitzowstraße für die mehr als 30.000 von hier aus nach Riga, Minsk, Lodz, Theresienstadt und Auschwitz Deportierten zu schaffen. Sie waren von der Levetzowstraße meist zu Fuß quer durch Moabit zu den Deportationsgleisen getrieben worden. Diese Bemühungen sind noch nicht weit gediehen – v.a. wegen der Einschätzung, dass die Realisierungschancen aus Geldmangel gering sein dürften.<br />
Die Listen wurden in 2012 noch einen Monat lang in der Stromstraße ausgehängt, dazu eine Informationsveranstaltung durchgeführt.<br />
Am 1. November wurde die Vitrine am Rathaus Tiergarten mit den Listen, Plakaten und einer Installation ausgestaltet, dann leider ohne vorhergehende Information der Initiative am 7. November wieder ausgeräumt, um sie einem anderen Nutzer zur Verfügung zu stellen. Auf Grund unserer Beschwerde und verschiedener Einsprüche von Dritten konnte sie am 8. November wieder neu aufgebaut werden und soll jetzt wenigstens bis zum 26. November zu sehen sein.</p>
<p>Was sind die nächsten Vorhaben?<br />
Unsere nächsten Aktivitäten sind:<br />
Eine Informationsveranstaltung mit Andreas Szagun über den ehemaligen Deportationsbahnhof an der Quitzowstraße wahrscheinlich im Januar 2013.<br />
Die Entwicklung eines Konzepts zur dauerhaften Veranschaulichung des Weges, den die Deportierten von der Sammelstelle zu den Deportationsgleisen durch Moabit zurückgelegt haben.<br />
Wir freuen uns über neue Mitglieder Vorschläge für die weitere Arbeit.<br />
Mithilfe bei der Recherche von Lebensläufen hier ansässig gewesener  Jüdinnen und Juden und Infos  über  Aktivitäten jüdischer Vereine und Institutionen in Moabit, die in Veranstaltungen und/oder auf der Website vorgestellt werden sollen.<br />
Und wir empfehlen allen Interessierten: &#0187;sie-waren-nachbarn.de&#0171;</p>
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		<title>Bezirksamt zerstört Ausstellung vor dem Rathaus [Update]</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 15:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Vormittag wurde vom Bezirksamt Mitte die Ausstellung abgeräumt, die über die Deportationen Moabiter Juden während der Nazizeit informierte. Die Ausstellung im Schaukasten vor dem Rathaus Mitte in der Turmstraße bestand aus einer Installation, die die Deportationen symbolisierte. Außerdem wurde eine Liste mit den Daten der über 1.800 Deportierten gezeigt, die ebenfalls abgebaut wurde. Eingerichtet<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://sie-waren-nachbarn.de/1078">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img class="aligncenter size-full wp-image-1080" title="Zeitung" src="http://sie-waren-nachbarn.de/wp-content/uploads/2012/11/07_zeitung.jpg" alt="" width="500" height="278" /></p>
<p>Heute Vormittag wurde vom Bezirksamt Mitte die Ausstellung abgeräumt, die über die Deportationen Moabiter Juden während der Nazizeit informierte. Die Ausstellung <a title="Schaukasten am Rathaus" href="http://sie-waren-nachbarn.de/1061">im Schaukasten vor dem Rathaus Mitte</a> in der Turmstraße bestand aus einer Installation, die die Deportationen symbolisierte. Außerdem wurde eine Liste mit den Daten der über 1.800 Deportierten gezeigt, die ebenfalls abgebaut wurde. Eingerichtet wurde die Ausstellung am vergangenen Donnerstag von der Initiative &#0187;Sie waren Nachbarn&#0171;.<br />
Als Begründung <a title="Gesprächsprotokoll" href="http://sie-waren-nachbarn.de/1072">nannte eine zuständige Sachbearbeiterin</a>, dass für die Ausstellung keine Genehmigung vorgelegen hätte, was nicht stimmt. Bereits im Herbst 2011, also vor mehr als einem Jahr, wurde sie genehmigt und zwar für den 1. bis 30. November 2012. Bei einem Telefonat, das nach der bereits erfolgten Zerstörung stattfand, sagte die Sachbearbeiterin, dass der Stadtrat den Schaukasten braucht.<br />
Warum wir nicht im Vorfeld darüber informiert wurden, warum man nicht vorher das Gespräch mit uns gesucht hat, darüber sagte sie nicht. Nur, dass wir eben &#0187;Pech gehabt&#0171; hätten.<br />
Die Begründung, wir würden nicht &#0187;auf der Liste&#0171; stehen, ist hanebüchen. Selbstverständlich gab es diese klare Vereinbarung und es liegt der Verdacht nahe, dass hier eigene Interessen vor das Gedenken gestellt werden sollen.<br />
Dies ist besonders empörend, weil es uns wichtig war, diese Erinnerung auch über den 9. November hinaus zu zeigen, dem Tag der Reichsprogromnacht. Ausgerechnet hier in Moabit, wo die meisten Deportationen aus Berlin begannen, wird eine Erinnerung daran von Amts wegen abgeräumt.<br />
Wir fordern eine sofortige Wiederherstellung der Ausstellung sowie eine Stellungnahme des Bezirksamts!<br />
Berlin, 7.11.2012</p>
<p><strong>Update 8.11.2012:</strong></p>
<p>Am heutigen Donnerstag Nachmittag haben wir vom zuständigen Stadtrat eine Entschuldigung für die Zerstörung erhalten und die Zusicherung, dass wir den Schaukasten jetzt wieder nutzen können. Es hätte sich um einen Fehler eines Angestellten gehandelt. Am Abend haben wir die Ausstellung deshalb wieder aufgebaut, Listen und Plakate mussten erneuert werden.<br />
Ein Dank geht dabei an die Hausarbeiter des Rathauses, die gestern mehrmals nachgefragt haben, ob sie die Ausstellung wirklich abbauen sollen, was doch so kurz vor dem 9. November nicht in Ordnung sein kann. Sie haben alle Ausstellungsstücke sehr sorgsam behandelt, so dass das meiste wieder zu verwerten war. Auch mehrere andere Personen innerhalb des Bezirksamts haben sich dort sehr für uns eingesetzt.</p>
<p>Insgesamt haben wir ein großes Interesse von Seiten der Medien und eine breite Solidarität erfahren. Mehrere Personen haben sich schriftlich bei uns über das Vorgehen des Amtes empört. Die Fraktion der Grünen will in der BVV nachhaken, wie es dazu kommen konnte. Die Kirchengemeinde Moabit-West hat einen Protestbrief an den Bürgermeister Hanke geschrieben. Mehrere Zeitungen sowie die RBB-Abendschau berichteten über den Vorfall.</p>
<p>Wir sind sehr froh, dass die ganze Angelegenheit gütlich geregelt werden konnte, auch wenn wir noch immer nicht wissen, was tatsächlich hinter dem Abriss der Ausstellung steckte. Mit dem &#0187;Nachfolger&#0171; im Schaukasten, dem Koordinationsbüro für das Fördergebiet Aktives Zentrum Turmstraße, haben wir uns geeinigt, dass sie den Ort nun ab dem 26. November nutzen können.</p>
<p>Einen großen Dank an alle, die uns gestern und heute so erfolgreich unterstützt haben!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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