Erich und Elsbeth Frey

Erich Frey wird 1889 in Berlin geboren. Er heiratet Elsbeth Zerkowski. 1918 und 1922 kommen die Töchter Liselott und Marie-Anne (später Mirjam) zur Welt. Erich Frey ist Angestellter der Goldschmidt-Rothschild-Bank und wird 1935 als Jude zwangsweise pensioniert. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges emigrieren die Töchter nach England und Palästina. Die Eltern hoffen, folgen zu können. Eine Einwanderung nach Palästina wird dem Ehepaar jedoch verwehrt, da Erich Frey inzwischen erblindet ist.

Ab September 1940 arbeitet Erich Frey als Bürsteneinzieher in der Blindenwerkstatt Otto Weidt. Anfang 1943 taucht das Ehepaar Frey unter. Sie verstecken sich zunächst im Keller der Werkstatt in der Rosenthaler Straße 39. Für ihre Töchter verfassen Erich und Elsbeth Frey einen Bericht, in dem sie ihre eigenen Erlebnisse angesichts ihrer Entrechtung und Ausgrenzung als deutsche Juden schildern. Sie hinterlegen ihn bei verschiedenen Berliner Freunden. Ein Exemplar erreicht die Töchter nach Kriegsende.

Elsbeth und Erich Frey werden im April 1944 in ihrem Versteck am Bundesratufer 4 in Berlin-Tiergarten von der Gestapo festgenommen. Am 19. April werden sie nach Theresienstadt, wenig später nach Auschwitz deportiert und dort am 31. Mai 1944 ermordet.

(Quelle: Nadir)


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